Mit der Veröffentlichung des diesjährigen In Gold We Trust-Reports legen die beiden Fondsmanager Ronald-Peter Stöferle und Mark J. Valek die mittlerweile 20. Jubiläumsausgabe der weltweit meistgelesenen Goldstudie vor. Das vom Wall Street Journal als „Goldstandard aller Goldstudien“ geadelte Werk umfasst in der aktuellen Version 480 Seiten und erscheint global in fünf Sprachen, nachdem die Vorjahresausgabe die Marke von zwei Millionen Downloads überschreiten konnte.
Unter dem prägnanten Leitmotiv „Back to the Monetary Future“ analysieren die Autoren eine grundlegende Zäsur innerhalb der globalen Währungsordnung. Die Kern-These besagt, dass sich das globale Finanzsystem inmitten einer schleichenden, aber unaufhaltsamen Remonetarisierung von Gold befindet. Angetrieben wird dieser Prozess maßgeblich durch die Zentralbanken der Schwellenländer, die seit Jahren physische Edelmetallbestände in Rekordausmaß akkumulieren, um sich strategisch von den Risiken des US-Dollar-dominierte Systems zu emanzipieren. Gold gewinnt damit seine historische Rolle als neutrales, parteifreies Reserveasset ohne Gegenparteienrisiko Schritt für Schritt zurück.
Diese tektonischen Verschiebungen im Geldsystem setzen traditionelle Anlagekonzepte stark unter Druck. Durch die Kombination aus extrem hoher globaler Staatsverschuldung, strukturell erhöhter Inflation und geopolitischen Verwerfungen verlieren vermeintlich risikofreie Staatsanleihen real an Wert, was das klassische 60/40-Portfolio (Aktien und Anleihen) vor enorme Herausforderungen stellt. Sachwerte rücken dadurch von einem reinen Absicherungsinstrument am Rande des Portfolios unaufhaltsam in das absolute Zentrum einer robusten Asset Allocation.
Diese Marktdynamik spiegelt sich auch in den konkreten Zahlen des hauseigenen Incrementum-Goldpreismodells wider. Das bisherige, langfristige Kursziel von 4.800 USD wurde Jahre früher als prognostiziert erreicht. Angesichts der fundamentalen Veränderungen im monetären Gefüge richtet das aktualisierte Modell den Blick nun auf ein inflationsbereinigtes Szenario von 8.900 USD bis zum Ende dieses Jahrzehnts.
Die Autoren betonen zudem, dass sich die aktuelle Bullenmarkt-Dynamik keineswegs nur auf das physische Edelmetall beschränkt. Im Fahrwasser dieser Entwicklung entstehen erhebliche, komplementäre Potenziale bei produktiven Sachwerten wie hochprofitablen Minenaktien, Silber und strategischen Rohstoffen sowie bei digitalen Wertespeichern. In diesem Zusammenhang widmet sich der Report in einem speziellen Schwerpunkt auch dem sogenannten „Tether-Phänomen“ und untersucht die Rolle von USDT als neue Liquiditätskraft und funktionale Brücke zwischen Fiat-Währungen, Krypto-Assets und physischem Gold.
Ronald-Peter Stöferle ist Managing Partner und Fondsmanager bei der Incrementum AG in Liechtenstein. Er ist der Initiator und Autor des jährlichen In Gold We Trust Reports, der seit 20 Jahren publiziert wird. Mit jährlich über zwei Millionen Downloads gilt dieser weltweit als der „Goldstandard aller Goldstudien“ (Wall Street Journal) sowie als Referenzwerk für Währungs- und Inflationsanalysen. Als gefragter Redner und Analyst ist Stöferle ein führender Experte für Edelmetalle und globale makroökonomische Trends.


