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V. Österreichischer Stiftungsfrühling 26 – die Nachlese

V. Österreichischer Stiftungsfrühling 26 –

Große Vermögen entstehen in einer Generation.
Erhalten werden sie nur durch die Entscheidungen der Nächsten“

Stiftungsfrühling 2026: Was erfolgreiche Stifterfamilien jetzt bewegt – und warum die nächste Generation der Schlüssel ist

Zwei Tage im Schloss Mondsee. 50 Stifterinnen und Stifter. Und eine Frage, die alles durchzog: Was bleibt, wenn wir gehen?

Am 18. und 19. Mai öffnete das Schloss Mondsee seine Türen für den Österreichischen Stiftungsfrühling – mittlerweile das führende Treffen für Stifterfamilien in Österreich. Unter dem Motto „Entscheidung für Generationen“ kamen rund 50 Stifterinnen, Stifter, Vorstände und ausgewählte Experten zusammen, um über die Herausforderungen und Chancen generationenübergreifender Vermögensstrukturen zu diskutieren.

Was dieses Treffen besonders macht? Es ist kein klassischer Kongress. Keine Massenveranstaltung mit oberflächlichem Networking. Sondern ein geschützter Raum für Menschen, die ähnliche Fragen bewegen – und die bereit sind, offen darüber zu sprechen.

Die Gespräche, die dort geführt wurden, hallen nach. Die Erkenntnisse, die wir mitnehmen durften, verdienen es, geteilt zu werden.

Und neben den Vorträgen gab es viel Platz zum Austausch … sei es bei den Probefahrten mit den neuesten Porsche Modellen oder bei sportlichen Einheiten mit Kathrin Kitzbichler oder auch bei der Einführung in die Numerologie mit Elisabeth Bachleitner.

Speziell macht den Stiftungsfrühling aber einerseits großartige Teilnehmer und unsere Referenten – unser Dank an Hubert Lampert (triple in group), Jürgen Lindner (Spängler Bank), Martin Weiss (Präsident Salzburg Gloabl), Teodoro Cocca (Univ. Prof. JKU), Johannes Wiesinger (SABAG GmbH), Harald Gohm (Alperis GmbH), Schantl-Ransdorf (Bitpanda), Wolfgang Laserer (Grant Thornton), Susanne Kalss (WU Wien), Alexander Hasch (Hasch und Partner), Stefan Kulischek (EY), Kai Uwe Steck, Martin Hermann (Schwärzler Anwälte GmbH)

Die Welt verändert sich – und mit ihr die Spielregeln für Generationenvermögen

Den Auftakt machte Botschafter a.D. Martin Weiss mit einer schonungslosen Analyse der geopolitischen Lage. Seine Botschaft war klar: Die Weltordnung, wie wir sie kannten, existiert nicht mehr. Europa muss seinen Platz in dieser neuen Realität erst finden.

Für Stifterfamilien bedeutet das weit mehr als abstrakte Geopolitik. Es bedeutet: Die Rahmenbedingungen, unter denen Vermögen bewahrt und weitergegeben wird, verändern sich fundamental. Wer in Jahrzehnten denkt, muss heute handeln.

Univ.-Prof. Dr. Teodoro Cocca knüpfte nahtlos an und zeigte, wie sich diese Umbrüche auf Wirtschaft und Kapitalmärkte auswirken. Sein Vortrag war eine Einladung, liebgewonnene Gewissheiten zu hinterfragen – und das eigene Portfolio mit neuen Augen zu betrachten.

Was das für Stifterfamilien bedeutet:

  • Geopolitische Risiken sind keine Randnotiz mehr, sondern zentraler Faktor jeder langfristigen Vermögensstrategie
  • Diversifikation über Regionen, Währungen und Anlageklassen wird wichtiger denn je
  • Flexibilität in Stiftungsstrukturen kann zum entscheidenden Vorteil werden

Kontrolle ist kein Misstrauen – sie ist Voraussetzung für Bestand

Einer der intensivsten Momente der Tagung war der Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Susanne Kalss, einer der führenden Stiftungsrechtlerinnen Österreichs.

Ihr Thema: Der Übergang von der stifterdominierten zur vorstandsdominierten Stiftung. Ein Moment, den viele Stifterfamilien fürchten – und den zu wenige aktiv gestalten.

Prof. Kalss machte deutlich: Dieser Übergang ist nicht irgendwann. Er ist jetzt. Stiftungsurkunden, die vor Jahren formuliert wurden, sind oft nicht mehr zeitgemäß. Kontrollmechanismen, die damals ausreichten, greifen heute zu kurz.

Ihre zentrale Botschaft: Wer wartet, bis der Übergang da ist, hat bereits verloren. Die Zeit zum Handeln ist jetzt.

Die unbequeme Wahrheit von Dr. Kai Uwe Steck

Wie wichtig funktionierende Kontrollmechanismen sind, unterstrich Dr. Kai Uwe Steck auf eindringliche Weise. Als Kronzeuge der Cum-Ex-Affäre gewährte er Einblicke, die unter die Haut gingen.

Seine Kernaussage: Missbrauch passiert nicht trotz Strukturen – sondern weil Strukturen Lücken haben. Und diese Lücken werden gefunden. Immer.

Für Stiftungen bedeutet das: Vertrauen ist gut. Aber Vertrauen ohne Kontrolle ist fahrlässig.

Konkrete Handlungsfelder:

  • Stiftungsurkunden auf Aktualität und Zukunftsfähigkeit prüfen
  • Klare Kontrollmechanismen verankern – unabhängig von einzelnen Personen
  • Transparenz als Prinzip etablieren, nicht als Reaktion auf Probleme
  • Regelmäßige externe Überprüfung in Betracht ziehen

Stillstand ist der größte Feind erfolgreicher Stiftungen

Eine Erkenntnis zog sich wie ein roter Faden durch alle Vorträge: Wer aufhört zu lernen, beginnt zu scheitern.

Das gilt für Steuerrecht, das sich ständig verändert. Für Zivilrecht, das neue Spielräume eröffnet oder alte verschließt. Für internationale Stiftungsregime, die Alternativen bieten – oder Fallstricke bergen.

Es gilt für die Rolle des Stiftungsprüfers, die viele unterschätzen. Und es gilt für die Governance-Strukturen, die mit der Zeit wachsen müssen.

Erfolgreiche Stiftungen zeichnen sich nicht dadurch aus, dass sie einmal richtig aufgesetzt wurden. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich ständig weiterentwickeln.

Die zentrale Frage: Ist Ihre Stiftung für die Zukunft bereit?

Bei allen Themen – Geopolitik, Kontrolle, rechtliche Entwicklungen – schwang eine Frage mit, die am Ende alles andere überschattete:

Ist Ihre Stiftung schon heute so aufgestellt, dass sie 2040 zu den erfolgreichen Stiftungen zählen wird?

Die Realität: Viele Stifterfamilien sind noch immer stark von der Stiftergeneration dominiert. Die Vorbereitung der nächsten Generation wird noch gerne verschoben und die Professionalisierung von Stiftungen nicht durchgeführt.

Das ist Hoffnung. Und Hoffnung ist kein Plan.

Warum wir stiftung-nextgen gegründet haben

Genau diese Lücke wollen wir schließen.

stiftung-nextgen ist entstanden aus der Überzeugung, dass die Professionalisierung von Stiftungen der kritischste Moment im Leben einer Stiftung ist – und dass er aktiv gestaltet werden muss.

Wir begleiten dabei. Nicht mit theoretischen Vorträgen, sondern mit praktischem Wissen, persönlicher Begleitung und einem Netzwerk von Menschen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.

Unser Ansatz:

Wissen vermitteln, Stiftungsrecht, Governance, Vermögensverantwortung – verständlich aufbereitet für Menschen. Wir machen komplexe Themen zugänglich, ohne sie zu vereinfachen.

Rollen klären Was bedeutet es eigentlich, Begünstigter zu sein? Welche Verantwortung trägt ein Vorstandsmitglied? Wie balanciert man Familieninteressen mit Stiftungszweck? Wir helfen dabei, diese Fragen zu beantworten – individuell und ehrlich.

Kompetenzen entwickeln Entscheidungen treffen, Konflikte lösen, Verantwortung übernehmen – das sind Fähigkeiten, die man lernen kann. Wir schaffen den Raum dafür.

Netzwerke aufbauen Die nächste Generation steht oft allein mit ihren Fragen. Wir bringen junge Stifter und Begünstigte zusammen – für Austausch auf Augenhöhe und Verbindungen, die tragen.

Der Stiftungsfrühling hat gezeigt: Die Zeit ist jetzt

Die Vorträge in Mondsee haben eines deutlich gemacht: Warten ist keine Option.

Die Welt verändert sich. Die rechtlichen Rahmenbedingungen entwickeln sich weiter. Und die nächste Generation wird früher Verantwortung übernehmen müssen, als viele denken.

Die gute Nachricht: Es ist nicht zu spät. Aber es ist höchste Zeit, anzufangen.

Lassen Sie uns ins Gespräch kommen

Wo steht Ihre nächste Generation heute? Welche Fragen bewegen Sie in Ihrer Familie?

Diese Fragen lassen sich nicht mit einem Blogpost beantworten. Aber sie lassen sich in einem Gespräch erkunden.

Ich lade Sie herzlich ein, dieses Gespräch mit uns zu führen – unverbindlich, vertraulich und ganz auf Ihre Situation zugeschnitten.

Schreiben Sie uns oder vereinbaren Sie direkt einen Termin.

Der nächste Stiftungsfrühling

Auch 2027 wird das Schloss Mondsee wieder seine Türen öffnen. Für Gespräche, die bleiben. Für Erkenntnisse, die tragen. Für Entscheidungen, die Generationen überdauern.